Chénggōng

September 25, 2009

Redefining Central Asia: Cooperation, Stabilization & Implications for Regional Security, Toronto 9.-11.10. 2009

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Am zweiten Oktoberwochenende wird die vierte internationale Konferenz der Peace and Conflict Society in Toronto, Canada abgehalten. Die dreitägige Konferenz findet an der University of Toronto statt und bringt nach eigenen Aussagen 30 der führenden WissenschaftlerInnen und DiplomatInnen zusammen. Ich freue mich natürlich besonders mein Paper The Silk Road Personnel: Traders in Xinjiang between China and the Central Asian States mit anderen Graduate Students im Rahmen des Student Research Symposiums vorzustellen. Auf diesem Wege habe ich natürlich auch die Gelegenheit mir Toronto etwas genauer anzuschauen. Den entsprechenden Lonely Planet habe ich bereits besorgt. Abgesehen von den touristischen Sehenswürdigkeiten – wie z.B. Chinatown – stehen die University of Toronto mit ihrem Zentralasien Seminar und den Veranstaltungen des Asian Institutes auf dem Programm. Anfang der übernächsten Woche mache ich mich dann auf den Weg. Im weiteren noch der offizielle Ankündigungstext der Konferenz.

Redefining the Concept
Although Kazakhstan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Turkmenistan and Uzbekistan were only founded with the collapse of the USSR in 1991, the countries of Central Asia have had a long history of cultural and political connection, both with each other and their neighbours. As the 2006 Annual Session of the NATO Parliamentary Assembly noted, “regional security concerns, including terrorism, ethnic conflicts, human- and drug-trafficking, as well as political and economic instability, pose serious problems whose consequences are felt far beyond the region”. In light of these challenges, a narrow definition of “Central Asia” does not allow for careful analysis of the problems faced by this region, or consideration of sustainable solutions. Redefining Central Asia to include parts of Russia, China, Afghanistan, Pakistan, northern India, Iran, and the Caucasus, in addition to the five post-Soviet states, allows for a serious consideration of the threats to human, regional, and international security that are centred in this region.

The aims of the 2009 Conference
The 2009 Conference aims to enhance awareness of this strategically significant region, particularly through the multidisciplinary and multigenerational interaction between participants. Keynote addresses, breakout sessions, panel discussions and a symposium of student research will maximize opportunities for academic and professional delegates to engage with one another and with the student delegates. It is the goal of the conference to be solution-oriented, and to enable the next generation of policy makers and academics to benefit from discussion and debate with thematic and regional specialists, leaders and practitioners focused on Central Asia.

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Juli 11, 2009

Sozialstruktur Xinjiangs

Gespeichert unter: Studium, Texte — Schlagworte: , , , — chinesischlernen @ 10:36

Aus aktuellem Anlass veröffentliche ich einen kurzen Beitrag zur Sozialstruktur der Autonomen Region Xinjiang-Uighur in Westchina, um die ethnische Heterogenität der Region näher zu beleuchten.

Ethnische Zusammensetzung
Xinjiang liegt als Grenzregion zwischen chinesischen, russischen und turkischen Einflusssphären; die Zusammensetzung der Bevölkerung reflektiert die geografische Position (vgl. Dillon 2004: 24). Allgemein weist Xinjiang einen hohen Minderheitsanteil an der Gesamtbevölkerung aus (vgl. Schüller/Kriete 2002: 1151). Uighuren als größte Bevölkerungsgruppe machen mit 9,2 Mio. Menschen 45,9 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Han sind mit 39,5 Prozent und ca. 7,9 Mio. die zweitgrößte Gruppe. Es folgen 7 Prozent Kasachen (ca. 1,4 Mio.), 4,4 Prozent Hui (893.500) und 0,8 Prozent Kirgisen (171.000). Unter Einbezug der Tadschiken und Usbeken sind somit 54 Prozent der Gesamtbevölkerung turksprachig und 58 Prozent muslimischen Glaubens (XSY 4-1,8).

Diese ethnische Heterogenität drückt sich ebenso in der administrativen Gliederung aus (vgl. Wacker 1995: 11). Während Han tendenziell in den Städten wie Ürümqi und in den urbanen südlichen Regionen siedeln, sind die ärmeren, west- und südwestlichen Regionen hauptsächlich von Muslimen bewohnt (vgl. Dillon 2004: 25).
Seit der Gründung der VRC wurden demobilisierte hanchinesische Soldaten der Volksbefreiungsarmee (VBA) in Xinjiang angesiedelt. Die forcierte Migration seit den 1960er Jahren spielt eine große Rolle im innerethnischen Konflikt in Xinjiang (vgl. Dillon 2004: 25; Wiemer 2004: 168). Man kann feststellen, dass die Migration aus dem Osten Chinas das Bevölkerungsprofil nachhaltig verändert hat (vgl. Dillon 2004: 25). 1955 lag der Anteil der Han an der Gesamtbevölkerung bei etwas mehr als 10 Prozent. Seit 1971 liegt er bei ca. 40 Prozent, und blieb seither relativ stabil (vgl. Wiemer 2004: 169).

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