The following essay elaborates on the impact of the border opening of the Xinjiang-Uyghur Autonomous Region in the aftermath of the independence of the former Soviet Republics in Central Asia. It was written as an assignment during for a presessional language course at the London School of Economics. Therefore the essay follows the guidelines of argumentative essays at British Institutes of higher education. It might be an useful example for international students.
Integration and Disintegration in Xinjiang, China
The debate about the Xinjiang Autonomous Region is overshadowed by the discussion whether or not the Region is itself a legitimate part of the Peoples Republic of China. Social Scientists working on the subject are often inclined to either support the Uyghur claims or to at least de-facto acknowledge the Chinese power in the region.
Apart from this political positioning the real state of the region has to be taken into account. This essay will focus on the main forces leading to either integration or disintegration. On the one hand, the growing interdependence following the cross-border exchange leads to a disintegration of the region (Roberts 2004: 216; Gladney 2004: 118). On the other hand it is argued, that the Chinese policy of stronger integration despite opening up proved to be dominant (Clarke 2008: 96).
In this essay it will be argued that despite disintegrating moments since the early 1990s, overall the integrating momentum prevails. First the disintegrating processes will be displayed, and then three integrating moments will be highlighted. In the following discussion the main arguments are balanced against each other, followed by a conclusion. Weiterlesen…
Vor Kurzem als GIGA Focus Asien Nr. 8 erschienen:
Chinas Going Global – Finanzmarktkrise bietet Chancen für chinesische Investoren im Ausland
Yun Schüler-Zhou, Margot Schüller und Magnus Brod
Während die globale Finanzmarktkrise die Investitionstätigkeit vieler Unternehmen aus den USA und der EU schwächte, nutzten chinesische Unternehmen die Chancen der Krise und verstärkten ihre Auslandspräsenz.
Schüler-Zhou, Yun; Schüller, Margot; Brod, Magnus (2010): Chinas Going Global – Finanzmarktkrise bietet Chancen für chinesische Investoren im Ausland, GIGA Focus Asien, Nr. 8/2010, Hamburg: GIGA. PDF Download
Nun, nicht ganz aber fast. Bei meiner Recherche in alten Jahrgängen der Zeitschrift China aktuell bin ich auf folgende Meldung gestoßen: Seit Februar 1981 war Soziologie als Studienfach in der Volksrepublik China wieder zugelassen. Zuvor war es 1952 abgeschafft worden. Um die seit dem Beginn der Reform- und Öffnungspolitik zunehmende soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit oder Lohndiskrepanz zu untersuchen sollten zunächst 200 Soziologen ausgebildet werden, um den Grundstein für den Wiederaufbau der chinesischen Soziologie zu bilden (China aktuell, Dec. 1981, S. 1040, 33).
Wer sich mit dem Thema Soziologie in China eingehender beschäftigen möchte sei Dominique Schirmers Buch Soziologie und Lebensstilforschung in der Volksrepublik China (2004) anempfohlen.
Im Rahmen der Vortragsreihe „Der junge Blick nach China – Nachwuchswissenschaftler sprechen zu ihren Arbeiten“ des Konfuzius Instituts Leipzig beleuchte ich die sozioökonomische Entwicklung auf der „Neuen Seidenstraße“ seit den 1990er Jahren. Im Fokus stehen hierbei besonders die Akteure des chinesischen Zentralasienhandels: uighurische Kleinhändler sowie kapitalbasierte chinesische Handelsfirmen.
Mehr Informationen gibt es hier, und das aktuelle Programm des Instituts findet sich hier.
Organized by the GIGA – German Institute for Global and Area Studies – Institute for Asian Studies (GIGA-IAS) in cooperation with the German Federal Association of Mergers & Acquisition, this international workshop on Chinese direct investment in Europe was held in Hamburg, June 28–29.
The conference proceedings can be found here on the main page. The conference report is also available in PDF format. The program allong with the links to download the presentation’s abstracts and slides can be found here. An updated version of the paper presented by Sergey Filipov (UNU-MERIT) is now available as a working paper.
Im Grunde hat Tina Günther im Sozlog bereits alle wichtigen Hinweise geliefert: Die Sektion Wirtschaftssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie veranstaltet gemeinsam mit der AG Konsumsoziologie und dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung im November eine Tagung zur aktuellen Konsumforschung. Inzwischen ist auch die Website zur Tagung online gegangen. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird so die Möglichkeit geboten die Paper herunterzuladen und sich entsprechend auf die Tagung vorzubereiten. Ich freue mich bereits auf die daraus resultierenden Diskussionen.
Blogs erfreuen sich unter nordamerikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern teilweise großer Beliebtheit. Gleichzeitig gehen die Meinungen zum akademischen Wert von Blogs noch weit auseinander. Da auch einige der TeilnehmerInnen und Discussants der Konferenz Redefining Central Asia Blogs besitzen, auf denen Sie hauptsächlich oder auch Beiträge zur Region veröffentlichen, möchte ich diese Stelle kurz vorstellen. Dr. Robert M. Cutler, Senior Research Fellow am Institut für Europa-, Russland und Eurasienstudien, Carleton University macht viele seiner vor allem geopolitisch und geoökonomisch orientierte Arbeiten über seinen Blog Robert M. Cutler on Energy and Eurasia zugänglich. Noah Tucker und Joshua Foust zeichnen sich beide für Registan.net – All Central Asia, All the time verantwortlich. Hierbei liegt ihr Fokus auf der Innen- und Außenpolitik des postsowjetischen Raums. Mit einem religionswissenschaftlichen Blick legt Dr. Amanda Goodmann einen deutlich anderen Schwerpunkt. Die Discussant meines Vortrags führt zur inhaltlichen Begleitung eines Ihrer Seminare zum Thema Religionen entlang der Seidenstraße den Blog Silk Road Toronto. Taylor Owen, Chair des Keynote Panels zu den Herausforderungen von Peace- und Nationbuilding in Zentralasien führt seine persönliche Website als Blog: taylorowen.com. Unter seinen Beiträgen befinden sich auch solche, die von seiner Arbeit zum Thema, vor allem mit Afghanistan handeln. Von Brian Stewart schließlich – Senior Fellow am Munk Centre und Chair des Eröffnungspanels – sind regelmäßige Beiträge auf seinem Blog an der University of Toronto angekündigt.
Am zweiten Oktoberwochenende wird die vierte internationale Konferenz der Peace and Conflict Society in Toronto, Canada abgehalten. Die dreitägige Konferenz findet an der University of Toronto statt und bringt nach eigenen Aussagen 30 der führenden WissenschaftlerInnen und DiplomatInnen zusammen. Ich freue mich natürlich besonders mein Paper The Silk Road Personnel: Traders in Xinjiang between China and the Central Asian States mit anderen Graduate Students im Rahmen des Student Research Symposiums vorzustellen. Auf diesem Wege habe ich natürlich auch die Gelegenheit mir Toronto etwas genauer anzuschauen. Den entsprechenden Lonely Planet habe ich bereits besorgt. Abgesehen von den touristischen Sehenswürdigkeiten – wie z.B. Chinatown – stehen die University of Toronto mit ihrem Zentralasien Seminar und den Veranstaltungen des Asian Institutes auf dem Programm. Anfang der übernächsten Woche mache ich mich dann auf den Weg. Im weiteren noch der offizielle Ankündigungstext der Konferenz.
Redefining the Concept
Although Kazakhstan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Turkmenistan and Uzbekistan were only founded with the collapse of the USSR in 1991, the countries of Central Asia have had a long history of cultural and political connection, both with each other and their neighbours. As the 2006 Annual Session of the NATO Parliamentary Assembly noted, “regional security concerns, including terrorism, ethnic conflicts, human- and drug-trafficking, as well as political and economic instability, pose serious problems whose consequences are felt far beyond the region”. In light of these challenges, a narrow definition of “Central Asia” does not allow for careful analysis of the problems faced by this region, or consideration of sustainable solutions. Redefining Central Asia to include parts of Russia, China, Afghanistan, Pakistan, northern India, Iran, and the Caucasus, in addition to the five post-Soviet states, allows for a serious consideration of the threats to human, regional, and international security that are centred in this region.
The aims of the 2009 Conference
The 2009 Conference aims to enhance awareness of this strategically significant region, particularly through the multidisciplinary and multigenerational interaction between participants. Keynote addresses, breakout sessions, panel discussions and a symposium of student research will maximize opportunities for academic and professional delegates to engage with one another and with the student delegates. It is the goal of the conference to be solution-oriented, and to enable the next generation of policy makers and academics to benefit from discussion and debate with thematic and regional specialists, leaders and practitioners focused on Central Asia.
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Zum inzwischen sechsten mal findet kommendes Wochenende die Sommerakademie ASIEN der Akademie für politische Bildung in Tutzing statt. Mitveranstalter ist die Bundeszentrale für politische Bildung und steht unter dem Motto „Wissenschaft trifft Unterrichtspraxis“. Nach eigenen Aussagen richtet sich die Tagung daher nicht nur an WissenschaftlerInnen und Studierende, sondern insbesondere auch an MultiplikatorInnen aus dem schulischen Bildungsbereich und der Erwachsenenbildung. Das besondere der Tagung sind neben den Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis die Beiträge aus den Reihen des wissenschaftlichen Nachwuchses. So freue ich mich besonders dieses Jahr selbst mit dabei sein zu dürfen. Immerhin stehen die Nachwuchsbeiträge des China Panels diesmal unter dem Titel „China / Zentralasien“.
Die viertägige Sommerakademie ist für all diejenigen offen, die sich bereits mit Asien beschäftigen oder sich dafür interessieren. Dabei handelt es sich ebenso um – vor allem jüngere – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende wie auch um Pädagoginnen und Pädagogen sowie Dozentinnen und Dozenten.
Innerhalb eines durch Offenheit geprägten Programmablaufs stehen sowohl Information und Kommunikation über aktuelle Entwicklungen als auch die Arbeit an geeigneten Vermittlungsformen gleich gewichtig nebeneinander. Insgesamt möchte das Seminar ein Bild von Politik, Gesellschaft, Wirtschaft in China, Japan, Korea, Südostasien, Süd- und Westasien vermitteln, das zum Vergleich einlädt.
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Aus aktuellem Anlass veröffentliche ich einen kurzen Beitrag zur Sozialstruktur der Autonomen Region Xinjiang-Uighur in Westchina, um die ethnische Heterogenität der Region näher zu beleuchten.
Ethnische Zusammensetzung
Xinjiang liegt als Grenzregion zwischen chinesischen, russischen und turkischen Einflusssphären; die Zusammensetzung der Bevölkerung reflektiert die geografische Position (vgl. Dillon 2004: 24). Allgemein weist Xinjiang einen hohen Minderheitsanteil an der Gesamtbevölkerung aus (vgl. Schüller/Kriete 2002: 1151). Uighuren als größte Bevölkerungsgruppe machen mit 9,2 Mio. Menschen 45,9 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Han sind mit 39,5 Prozent und ca. 7,9 Mio. die zweitgrößte Gruppe. Es folgen 7 Prozent Kasachen (ca. 1,4 Mio.), 4,4 Prozent Hui (893.500) und 0,8 Prozent Kirgisen (171.000). Unter Einbezug der Tadschiken und Usbeken sind somit 54 Prozent der Gesamtbevölkerung turksprachig und 58 Prozent muslimischen Glaubens (XSY 4-1,8).
Diese ethnische Heterogenität drückt sich ebenso in der administrativen Gliederung aus (vgl. Wacker 1995: 11). Während Han tendenziell in den Städten wie Ürümqi und in den urbanen südlichen Regionen siedeln, sind die ärmeren, west- und südwestlichen Regionen hauptsächlich von Muslimen bewohnt (vgl. Dillon 2004: 25).
Seit der Gründung der VRC wurden demobilisierte hanchinesische Soldaten der Volksbefreiungsarmee (VBA) in Xinjiang angesiedelt. Die forcierte Migration seit den 1960er Jahren spielt eine große Rolle im innerethnischen Konflikt in Xinjiang (vgl. Dillon 2004: 25; Wiemer 2004: 168). Man kann feststellen, dass die Migration aus dem Osten Chinas das Bevölkerungsprofil nachhaltig verändert hat (vgl. Dillon 2004: 25). 1955 lag der Anteil der Han an der Gesamtbevölkerung bei etwas mehr als 10 Prozent. Seit 1971 liegt er bei ca. 40 Prozent, und blieb seither relativ stabil (vgl. Wiemer 2004: 169).
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